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Meister ihres Fachs. Einkauf mit Weitblick
28. Mai 2025
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Die Zusammenstellung des richtigen Sortiments ist für viele Optiker sowohl eine Kunst als auch ein strategisches Rätsel. Bei Optikwelt, wo Optiker unter einem Dach zusammenarbeiten, ist das nicht anders. Dennoch steht der einzelne Unternehmer weiterhin im Mittelpunkt. „Als Optiker trifft man seine eigene Wahl, allerdings auf der Grundlage von Zahlen“, erklärt Francesca Geerts, Produktmanagerin für Brillenfassungen und Sonnenbrillen bei Optikwelt. Gemeinsam mit den Optikern Peter Kuizenga von Optikwelt Jochem und Chantal Driessen von Optikwelt Bouwman blicken wir zurück und nach vorne auf ihre Erfahrungen mit Einkauf, Freiheit und Verantwortung.
Bei Optikwelt geht es nicht darum, nach Gefühl einzukaufen. Zahlen, Umschlag und Lagerbestand sind entscheidend. Francesca erklärt: „Man kann nicht einfach sagen: Ich möchte fünfzig Brillenfassungen von Prada, wenn man im letzten Jahr nur vier davon verkauft hat. Dann helfe ich lieber dabei, eine Auswahl zu treffen, die tatsächlich funktioniert.“ Dieser datengestützte Ansatz bietet den Geschäften Orientierung, ohne ihnen ihre Autonomie zu nehmen. Chantal spürt den Unterschied: „Wir achten jetzt bewusster auf Stückzahlen und Daten, auch wenn wir beim Einkauf schon immer gut gearbeitet haben. Man erkennt jetzt schneller: Hey, das läuft eigentlich besser, als ich dachte.“ Peter ergänzt: „Ich halte den Schwund am liebsten gering. Lieber öfter nachfüllen, als in großen Mengen einzukaufen und auf einem Überschuss an unverkäuflichen Brillenfassungen sitzen zu bleiben.“
FREIHEIT IN RAHMENBEDINGUNGEN
Die Stärke von Optikwelt liegt in der Balance zwischen Eigenständigkeit und zentraler Unterstützung. Die Optiker entscheiden selbst, welche Kollektionen am besten zu ihren Kunden passen, solange ihre Entscheidungen begründbar sind. „Wir haben eine Markenliste mit etwa 45 Marken. Daraus darf jedes Geschäft selbst auswählen“, erklärt Francesca. „Manche Geschäfte führen darüber hinaus eine Marke, die nicht auf der Liste steht, weil sie darin traditionell stark sind. Solange man seine Zahlen belegen kann, ist vieles möglich.“ So kam es beispielsweise zur Einführung der Nischenmarke Dita bei Optikwelt Jochem. Peter: „Wir sind dabei, unser Sortiment zu verjüngen, und Dita passt gut in diese Linie.“ Francesca: „Sie standen voll und ganz dahinter. Der Umsatz ist mittlerweile enorm, und sie haben sich zu einem der größten Dita-Händler innerhalb von Optikwelt entwickelt.“
VON EIGENKOPF ZU EIGENWILLIG
Die Zusammenarbeit mit Optikwelt war für manche anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Chantal: „Es fühlte sich an, als würde jemand an deinem Kind herumhantieren.“ Mittlerweile überwiegt das Gefühl der Partnerschaft. „Wir sind keine Kette, und das spüren auch unsere Optiker“, sagt Francesca. „Alle sind wirklich froh, dass sie ihren eigenen Kurs fahren können.“ Dieses Engagement zeigt sich auch in den Möglichkeiten, bei der Auswahl neuer Marken für das Sortiment mitzudenken. „Optiker haben immer die Möglichkeit, an Messen und Einkaufssitzungen teilzunehmen. Von kleinen bis zu großen Geschäften, damit jeder zur Erneuerung und Gestaltung der eigenen Kollektion beitragen kann.“ Neu in diesem Jahr sind die Schulungen rund um den Einkauf und kundenorientiertes Denken. Francesca: „Wir beschäftigen uns mit Fragen wie ‚Wer ist dein Kunde?‘ und ‚Was passt zu deiner Umgebung?‘. Da gibt es noch viel Potenzial.“ Die Schulungen sind beliebt, auch weil sie direkt im Verkaufsraum anwendbar sind. Und wenn zwischendurch Hilfe benötigt wird, ist die Hemmschwelle gering: „Ich bin immer erreichbar und komme gerne vorbei.“ Auch die Zusammenarbeit zwischen den Filialen untereinander funktioniert gut. Chantal: „Manchmal ruft man einfach kurz an: Hast du diese Brille noch? Dann schicken wir sie weiter.“ So bleibt der Lagerbestand überschaubar und das Angebot aktuell.
FACHKENNTNIS UND UNTERNEHMERTUM
Auffällig ist die Professionalität, mit der die Optiker ihr Geschäft betrachten. Peter: „Man darf nicht an dem festhalten, was schon immer funktioniert hat. Man muss den Mut haben, einen anderen Weg einzuschlagen. Bei Gucci haben wir zum Beispiel gesehen, dass junge Kunden ausdrücklich danach gefragt haben. Dann fragt man sich, ob das zu einem passt. Und wenn ja, dann muss man es einfach versuchen.“ Für Chantal ist es wichtig, schnell umzuschalten. „Wenn etwas Neues auf den Markt kommt, wollen wir es im Sortiment haben, bevor es alle anderen anbieten. Dann hat man den Vorteil und kann die Kunden sofort anrufen: Es ist da!“ Der rote Faden im Gespräch ist das Bekenntnis zu Qualität und zum Kunden. Von der strategischen Auswahl der Marken bis zur flexiblen Anpassung der Regalplanung: Es dreht sich alles um gutes Unternehmertum. Bei Optikwelt bedeutet das, den eigenen Laden weiterzuführen – mit Raum für Wachstum und Unterstützung, wo nötig. „Wenn man weiterhin voll und ganz unternehmerisch tätig sein möchte, ist das möglich. Und wenn man etwas mehr loslassen möchte, gibt es auch dafür Raum“, fasst Chantal zusammen. Und genau diese Entscheidungsfreiheit macht Optikwelt zu einem starken Kollektiv – einem Netzwerk echter Meister für das Auge.
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